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Veröffentlicht am 31. August 2026

Kooperationsprogramm – Nepal

Die Schweiz und Nepal arbeiten seit über 70 Jahren partnerschaftlich zusammen. Nepal ist auch heute noch ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.

In Partnerschaft mit der nepalesischen Regierung und im Einklang mit der Agenda 2030 der UNO unterstützt die Schweiz den Demokratisierungsprozess im Föderalstaat. Mit ihrem Kooperationsprogramm 2023–2028 will sie zur Verbesserung des sozioökonomischen Wohlergehens der nepalesischen Bevölkerung beitragen und einen inklusiven und rechenschaftspflichtigen Föderalstaat fördern. Um dies zu erreichen, arbeitet sie in drei komplementären und miteinander verknüpften Bereichen: 1) Aufbau des Föderalstaates, 2) nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und, 3) Klimawandel und Katastrophenvorsorge.

Ihre Aktivitäten beruhen auf Ansätzen, die sich an Themen wie Föderalisierung, Geschlechtergleichstellung und soziale Inklusion orientieren.

Ansatz und Partnerschaft

Die Schweiz setzt verschiedene Kooperationsmodalitäten ein, darunter Mandate, Beiträge und Budgethilfe. Basierend auf der nepalesischen Strategie zur Mobilisierung von Entwicklungshilfe (2025) konzentriert die Schweiz ihr Engagement weiterhin auf die Stärkung von Systemen, geleitet vom in der Verfassung Nepals festgelegten Föderalisierungsansatz. Die von der Schweiz finanzierten Mandate bringen Fachwissen und Innovation nach Nepal und tragen zu einer stärkeren Mobilisierung staatlicher Mittel bei, um erfolgreiche Ansätze zu multiplizieren und auszuweiten, beispielsweise in den Bereichen Migration und Berufsbildung (TVET). Gemeinsame Initiativen mit anderen Entwicklungspartnern sorgen für ein koordiniertes Vorgehen in Schlüsselbereichen wie dem Kapazitätsaufbau auf Provinz- und Gemeindebene oder der Stärkung öffentlicher Finanzverwaltungssysteme.

Der wichtigste Partner der Schweiz ist die nepalesische Regierung mit Fokus auf Provinz- und Lokalregierungen. Die Schweiz orientiert dabei ihre Entwicklungszusammenarbeit an den Prioritäten der nepalesischen Regierung, die in der periodischen Planung und den sektoralen Strategien festgelegt sind.

Das Schweizer Programmportfolio konzentriert sich auf die Provinz Koshi im Osten des Landes, was einen kohärenten Ansatz ermöglicht und Synergien zwischen den Projekten fördert. Gleichzeitig bleibt das Programm flexibel, um auf neue Möglichkeiten in anderen Provinzen reagieren. Durch den Aufbau institutioneller Systeme (z. B. in der Berufsbildung, im Migrationsbereich und in der Infrastruktur) sowie durch politische Mitwirkung und sektorale Politikdialoge stellt die Schweiz sicher, dass ihre Ansätze landesweit wirksam umgesetzt werden können.

Die Schweizer Kooperationsstrategie für Nepal 2023–2028 sieht für den sechsjährigen Umsetzungszeitraum Auszahlungen in Höhe von insgesamt rund 224 Millionen CHF (entspricht 46,5 Milliarden NPR) vor.